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Entstehungsgeschichte

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Die Idee, sich tiefer mit der Kultur der Ureinwohner/innen Nordamerikas zu beschäftigen und eines Tages in Waldburg ein Indianermuseum zu gründen, entstand etwa im Jahr 1985, als eine US-amerikanische Freundin bei Familie Weber zu Besuch war:
Als Gastgeschenk hatte die junge Frau farbenprächtige Bücher über Kachinapuppen der Hoppi-Indianer mitgebracht.


Diese Figuren faszinierten Alois Weber so sehr, dass er begann, selbst welche zu schnitzen, zu bemalen und einzukleiden. Dazu baute er auch ein Pueblo-Dorf mit Kiva und alles, was dazugehört. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Indianerbehausungen verschiedenster Art, Boote und Totempfähle.
Eine Ausstellung der entstandenen Werke bot sich an … damit war der Gedanke geboren, ein – zunächst kleines - Museum zu eröffnen. Doch das Interesse wuchs: sowohl bei den Besuchern als auch beim Besitzer. Er las viele Bücher über die Sitten, Gebräuche und die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner, er besuchte Indianer in Reservaten und brachte von diesen Reisen diverse Sammlerstücke mit. Zu den maßstabgerechten Nachbildungen kamen von nun an Originale hinzu und so wurde aus den kleinen Anfängen eine wunderschöne, stattliche Sammlung.
Das Ziel von Alois Weber war klar: „Ich wollte nicht nur Indianerromantik zeigen, sondern auch Wissen über diese Kultur weitergeben.“

Denn:
"Will man die eingeborenen Völker und ihre Überlieferung verstehen, so muss man ihren Glauben, ihre Einsichten, Vorstellungen, Ideale, Werte, Einstellungen, und Gesetze studieren.
Es gibt keinen besseren Weg zu diesem Verständnis, als ihre Zeremonien, Rituale, Lieder, Tänze, Gebete und Geschichten zu erforschen.
Denn gerade in der Zeremonie, im Ritual, im Lied, Tanz und Gebet finden wir den symbolischen Ausdruck, was ein Volk über Leben, Sein, Existenz und Beziehungen glaubt.
Die Geschichten der Indianer sind so vielschichtig und geheimnissvoll wie Märchen, Legenden und Mythen der Griechen, Ägypter und von anderen Völkern, und sie sind ebenso schwer zu verstehen wie die Parabeln der Bibel."
(Zitat: Basis Johnston, Ojibawa)

Bis 2017 stand das „Museum für Indianistik“ unter der Leitung von Alois Weber.
Nach seinem Tod wurden die Pforten für ein Jahr geschlossen.

Ab März 2019 ist das „Museum für indianische Kultur“ wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und heißt neue und „alte“ Gäste HERZLICH WILLKOMMEN!

Ein kleines ehrenamtliches Team möchte sich von nun an für den Erhalt des Museums einsetzen, seine Schätze bewahren und die kultur- bzw. museumspädagogische Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln. (gw)


Kachinapuppen     

 

 


Kachinapuppe      

 

 


Tierpräparate               

 

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